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No Meat Athlete – mein Buchtip

7 Kommentare

Ich habe  in meinem letzten Blogeintrag kurz beschrieben, wie mich das Buch von Matt Frazier „No Meat Athlete“ begeistert und zur Umstellung von einer vegetarischen zur veganen Ernährung motiviert hat. Hier will ich das Buch kurz vorstellen, denn ich kann es wärmstens empfehlen:

no meat2

Als die deutsche Ausgabe des Buch erschienen ist, wartete ich nicht lange und musste es kaufen. Zum einen lese ich seit längerem mit Interesse Matt Fraziers Blog NoMeatAthlete.com, zum anderen wuchs meine Neugier noch mehr, als ich hörte, dass Katrin Schäfer und Daniel Roth das Vorwort schreiben sollten. Ihr Blog bevegt.de ist der größte deutschsprachige vegane Laufblog und auch hier lese ich mit Begeisterung mit. Bücher über vegane Ernährung sieht man zur Zeit vermehrt auf dem Buchmarkt, doch die Konstellation Läufer/Athlet & Veganer kannte ich selbst bisher nur von den Büchern Scott Jureks Eat&Run oder Brendan Braziers Thrive. Ich war gespannt. Und bald überzeugt:

Das Buch lässt sich eigentlich in zwei Teile gliedern: Zum einen in die vegane Ernährung an sich und speziell für Sportler, zum anderen in die Motivation zum Laufen und die erste grobe Traingslehre. Es motiviert also sowohl zum Veganismus, als auch zum Laufen, idealer Weise zu beidem;-)

Im ersten Teil findet mal neben der gut informativen Ernährungstheorie und den Vorteilen der veganen Ernährung eine Kurzanleitung zur No-Meat-Athlete Ernährung, also einer pflanzlichen Ernährung speziell für Sportler (auf welche Nährstoffe muss ich als Sportler besonders achten? Wo finde ich diese?) sowie Kochgrundkenntnisse und Rezepte.  Bei den Argumenten für die vegane Ernährung dogmatisiert Frazier nicht, nirgendwo konnte ich den erhobenen Zeigefinger entdecken, mit dem er die Fleischesser verurteilt. Er begründet lediglich sachlich und freundlich seine Entscheidung und untermauert sie mit einigen wissenschaftlichen Ergebnissen. Daumen hoch!

Ebenfalls sehr gut gefällt mir hier Fraziers Sprachstil. Er vermittelt selbst trockene Theorie leicht verständlich, beschreibt seine Erfahrungen bildlich und ansteckend.

Den Rezeptteil finde ich als Läuferin sehr gelungen: Post-Workout Smoothies oder Energieriegel als Formeln, mit denen man die Zutaten nach Belieben und Geschmack austauschen kann, suchte ich bisher in veganen Büchern in dieser Vielfalt vergebens. Hauptmahlzeiten, Beilagen und Desserts sind ebenfalls vertreten und mit meiner Schwäche für Süßes konnte ich es nicht lassen, zuallererst den veganen Brownie zu backen.

bro  Er schmeckte himmlisch und ich brachte ihn zu Freunden mit, die den Unterschied zum „gewöhnlichen“ Brownie fast nicht bemerkten, sie stöhnten höchstens über die Kalorienbombe. Dass schwarze Bohnen und nicht etwa Butter für die Saftigkeit verantwortlich waren, erwähnte ich erst zum Schluss.

Demnächst will ich andere Rezepte nachkochen und mir gefällt, dass hier keines besonders kompliziert ist und ich nicht erst zig exotische Zutaten einkaufen muss (meine Erfahrung bei „Vegan for fit“, sorry).

Den zweiten Teil des Buches nannte Frazier „Laufen mit Pflanzenkraft“ und er soll den Leser zum Laufen motivieren. Da ich für meine Leidenschaft keine zusätzliche Motivation mehr brauche, las ich diesen Teil mit den Augen einer Nichtläuferin: Gute Grundinformationen wie Laufstilschule, Trainingseinstieg sowie fortgeschrittene Trainingsmethoden und -pläne abgerundet mit motivierende Erfahrungsberichten von Sportlern werden hier sicher viele Leser zum Laufen bewegen. „Greife nach den Sternen, aber gib Dir selbst ausreichend Zeit, diese zu erreichen“, schreibt er, wohl wissend, wie schnell die anfängliche Begeisterung für den Sport abflauen kann.  Ich weiss jetzt schon Freunde, denen ich das Buch schenken werde 😉

Zu guter Letzt findet man im Buch unter „Ressourcen“ eine Zusammenstellung von Büchern, Blogs und Webseiten zu den Themen Vegane Ernährung und Sport. Eine wahre Fundgrube für mich und ich bin dankbar für diese gut sortierte Sammlung.

Zusammengefasst kann ich das Buch ohne Ausnahmen empfehlen, es liest sich leicht und in „einem Rutsch“, ist informativ und sehr motivierend. Matt Frazier hinterlässt einen sympathischen Eindruck, scheint sehr „down-to-earth“ geblieben zu sein und vermittelt seine Lebensweise ohne jeden Dogmatismus.

No Meat Athlete hat einen festen Platz in meinem Regal gefunden. buch2

7 Kommentare zu “No Meat Athlete – mein Buchtip

  1. Liebe Maty, ein klasse Review! Ich hab grade erst von deinem vegan-Umstieg gelesen (Katrin hat es mir bestimmt schon nach deinem letzten Beitrag erzählt, aber ich habe diesbezüglich ein Gedächtnis wie ein Sieb :-)). Ich bin gespannt, was du so alles Neues lernen wirst und hoffe, dass du hier darüber berichtest!

    Ich habe übrigens vor ein paar Wochen den Rich Roll Podcast für mich entdeckt und falls du ihn noch nicht kennst bzw. noch nie einen Podcast gehört hast, dann will ich ihn dir hier mal ganz dringend ans Herz legen. Rich ist ein sagenhafter Erzähler und Interviewer und hat immer wieder super interessante Gesprächspartner in seiner Show. Ein Highlight der vergangenen Wochen war z.B. der „Tea Master“ WuDe, der in den 2 Stunden eine geniale Weisheit nach der anderen raushaut:

    http://www.richroll.com/podcast/rrp-87-wude-on-zen-the-art-importance-of-living-tea/

    Liebe Grüße aus Frankfurt
    Daniel

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    • Hallo Daniel, tausend Dank! Den RichRoll Podcast kenne ich natürlich ;-), aber WuDe habe ich noch nicht gehört, werde ich gleich mal tun. Tea & Zen als Kombination gefällt mir, ist ja eigentlich kaum zu trennen..:-D Liebe Grüße aus Berlin! Maty

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  2. Hey Maty,

    das Buch finde ich auch klasse geschrieben – so sehr, dass ich von ohnehin schon wenig bis gar kein Fleisch langsam zur veganen Lebensweise wechsle.
    Mich haben allerdings zwei Dinge beim flüssigen Lesen gestört.. die wirklich gruselige Gentrifizierung(alleine das Wort ist schon gruselig ;-)) und die diversen eingeschobenen Texte, die ein flüssiges Lesen stören.

    Ich wünsche Dir viel Spaß auf dem veganen Weg und hoffe auf tolle Blogbeiträge 🙂

    LG, Matthias

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    • Ach du meine Güte.. man soll nicht zwei Dinge gleichzeitig tun.. ich meinte natürlich Genderisierung 🙂
      Wer das Buch noch nicht kennt: „Forscher*innen“

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      • Hi hi, ich habe schon überlegt, was Du meinst 😉 Mich hat das eigentlich nicht gestört, ich habe mich schnell daran gewöhnt, im Vorwort hat Frazier kurz erwähnt, warum er sich für diese Form entschieden hat. Ich habe es dann immer „überlesen“… Aber es freut mich, dass Dir das Buch auch gefallen hat. Du hattest ja das Glück, die Lesung von Katrin und Daniel zu erleben. Da war ich leider nicht in der Stadt!
        Dann wird die Vormarathon-Pasta vegan ausfallen, oder? Freu mich! Ciao!

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      • Hi Matthias und Maty, die Genderisierung kommt nicht von Matt, denn im Englischen gibt’s dieses „Problem“ ja gar nicht 🙂 Das kommt von compassion media, denen ist das wichtig. Rein fürs Auge find ich es auch unschön, aber andererseits gefällt mir, dass der Verlag Prinzipien hat und sich über solche Dinge Gedanken macht. Dafür gibt es von mir ein „Daumen hoch“ und irgendwann gewöhnt man sich auch an das Sternchen 🙂

        Liebe Grüße, Daniel

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  3. Oh, ich dachte das hätte der Verlag gemacht. Im Englischen ist das ja auch nicht so ein Problem.
    Die Lesung war klasse, zumal Katrin und Daniel, wie auch Frazier, eben nicht mit dem erhobenen Zeigefinger rumlaufen.

    Genau Pasta vegan – sowieso :-).

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