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Cook & Run *so absolutely* Happy mit Scott Jurek

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Als die Einladung von Brooks Running zu einem veganen Pre-Marathon-Dinner in meinem Postfach landete, zögerte ich keine Sekunde, auch wenn ich mich normalerweise zwölf Stunden vor einem Marathon-Lauf eher im Pyjama mit Nudelschüssel im Schoss und Beinen auf der Couch sah. Als ich dann auch noch erfuhr, daß die Lauflegende Scott Jurek zu Gast war und mit uns kochen würde, war die Vorfreude perfekt. Dann würde das Carboloading eben etwas später in den Abend fallen.

Dass am Vortag des Marathons bereits die Skater durch die Stadt düsten und die Sperrungen somit alljährlich ein kleines Verkehrschaos verursachten, vergass ich leider, so daß der Weg nach Friedrichshain fast zwei Stunden dauerte und wir in allerletzter Sekunde im  Old Smithy´s Dizzle aufschlugen. Alle anderen, das heißt das Team von Brooks sowie die eingeladeten Food- und Sportblogger warteten schon auf uns und nachdem wir alle begrüßt haben, konnte ich auch endlich the one and only Scott Jurek die Hand schütteln; Wow, also meine war schweißnass.

Wer sich für das Laufen, ganz speziell für das Ultralaufen, interessiert, dem ist der Name ein großer Begriff. Scott Jurek ist ein amerikanischer Ultra-Marathoni und Elite Läufer und erhielt von mehreren Magazinen bereits Titel wie „Läufer der Dakade“ oder „Hero of Running“verliehen. Legendär waren seine Siege bei den 153-Meilen-Spartathlon Rennen (2006, 2007, 2008), den Hardrock 100 (2007), Badwater135 (2005, 2006) oder dem Western States 100Mile-Endurance Run (1999-2005). Dabei ist Scott ein wahrer Botschfter seines Sports, bleibt bei vielen Rennen an der Ziellinie und feuert die letzten Ankömmlinge stundenlang an, vertritt die Überzeugung, dass jeder Mensch Ultramarathons laufen kann und bestärkt und ermuntert durch seine authentische Art jeden, an sich und seine mentale Stärke zu glauben. Scott ist seit 1997 Vegetarier und seit 1999 Veganer. 2012 veröffentlichte er erstmal sein Buch „Eat & Run“, welches sogleich ein New York Times Bestseller wurde. Und endlich ist es nun auch auf Deutsch erschienen, so dass er diesen Abend nutzen wollte, es uns vorzustellen. Ich hatte dieses Buch bereits gelesen, war nun auf den Autor sehr gespannt.

Und genau wie ich es vermutet habe, war Scott von der ersten Sekunde an: Ein herzenswarmer Mensch, sehr offen, sympathisch und bescheiden, wir fühlten uns sofort wohl in seiner Anwesenheit und die Atmosphäre war entspannt und gelöst.

AscottandmeNachdem wir also im Garten begrüßt wurden, betraten wir die „Scheune“, in der wir nun kochen wollten und da erwartete uns schon die erste Überraschung: Das Team von Brooksrunning hat sich wirklich selbst übertroffen und eine tolle Location auf die Beine gestellt: In der Mitte des Raums wartete ein großer, gedeckter Tisch, für jeden lag eine „Cook &Run Happy“-Schürze bereit, eine Tüte Marathonpasta  sowie ein Exemplar des Buches, welches wir gleich für die Rezepte benutzen durften.

ATisch2

ATisch3

Atischdeko

AlampeÜberall im Raum hingen oder lagen Brooks Schuhe herum, und hätte ich mehr Zeit gehabt, würde ich sicher zwei passende in meiner Größe finden. 😉

Es war wirklich zauberhaft vorbereitet. So konnte es nun losgehen.

Uns wurden die Rezepte aus dem Buch vorgestellt, die Scott für diesen Abend ausgesucht hatte. Wir sollten Teams bilden und jeweils die Vor-, Haupt- oder Nachspeise kochen:

*Grüner Powersmoothie

*Winter-Chili auf Minnesota Art                                                            Arotersmoothe

*Schokoladen-Azuki-Schnitten

*Guacamole

*Erdbeersmoothie

*Hummus-Wrap

*Salsa-Verde

 

Gemeinsam mit Manu von laufwelt und Nadin von eiswuerfelimschuh bildete ich die „Mädchengruppe Starters“ und wir machten uns an die Zubereitung des grünen Smoothies und der Guacamole. Alle Zutaten waren frisch eingekauft und von bester Qualität, ich wünschte, ich hätte daheim so einen Service…

AmixerAgreensmoothie

 

So war unser Smoothie im Nu fertig und auch die Guacamole stampften wir vereint zusammen.

AGuacamole

 

 

AManu

Die anderen Blogger rührten, schnitten, kochten und backten ebenfalls fleissig und es wurde viel gelacht, gequatscht und erzählt.

Aulfbananen Achilli

 

 

 

 

 

 

 

 

Zwischendurch kam Scott immer wieder vorbei, schaute in die Töpfe und Schüsseln, gab Tips und beantwortete Fragen. Ich bemerkte, welches Wissen er sich über all die Jahre als Veganer über Nahrungsmittel angeeignet hatte, zu jeder Zutat hatte er die passende Erklärung.

Ascottlacht

 

 

 

 

 

 

 

 

Schließlich waren wir fertig, konnten uns setzen und uns das Essen schmecken lassen. Scott servierte uns allen sein Chili persönlich und das war auch das Aller-Allerleckerste vom gesamten Menü. Viele nahmen Nachschlag, und ich hielt mich nur zurück, weil ich an den Marathonlauf am nächsten Morgen dachte. Ich war ehrlich gesagt skeptisch, was mein Körper zu den ganzen Bohnen am nächsten Morgen sagen sollte: Bohnen in der Vor-, Haupt- und Nachspeise, puh. Normalerweise esse ich nur Pasta als Pre-Race-Essen. Aber ich ließ mich darauf ein, denn auch Scott wollte am nächsten Morgen den Berlin Marathon laufen und ich verließ mich auf seine Erfahrung (und sollte nicht enttäuscht werden).

AscottserviertAtisch

 

 

 

 

 

 

Nach dem Essen setzte er sich in unsere Mitte und stellte sich unseren Fragen. Wir quatschten mit ihm, lachten, fragten nach, staunten. Er erzählte uns, wie er mit gebrochenem Zeh ein Rennen durchstehen konnte, welchen großen Einfluss seine Mutter auf sein Leben hatte, wo sein Freund Dusty, der in dem Buch oft erwähnt wurde, heute lebt und ebenso über seine polnische Wurzeln. Wir wollten wissen, welche Rennen er noch in Zukunft plane und natürlich, welche Zeit er am nächsten Tag in Berlin laufen wolle. Zum Schluss nahm er sich noch die Zeit, unsere Bücher zu signieren und mit jedem ein paar persönliche Worte zu wechseln.Ascottschreibt

Da es immer später wurde, brachen die Marathonis unter uns langsam auf, doch der Abschied fiel uns schwer. Zu gern wären wir noch geblieben und hätten über unser Lieblingsthema geklönt.

Dieser Abend war wirklich unvergesslich und wird uns lange in Erinnerung bleiben.

Schneider Outdoorvisions hat „fast“ unbemerkt ein sehr gut gelungenes Video an dem Abend gedreht!

scott gruppe

Übrigens: Das gefühlte Kilo Bohnen hat mir so kurz vor dem Marathon nicht geschadet, im Gegenteil. Das vegane Menü von Scott Jurek war nahrhaft und Speicher füllend und wurde am nächsten Montag von mir als Post-Race-Dinner gleich wieder nachgekocht!

 

 

3 Kommentare zu “Cook & Run *so absolutely* Happy mit Scott Jurek

  1. Ein wirklich ganz besonderer Abend – super organisiert und absolut faszinierend, motivierend und unglaublich inspirierend. Ach ja, natürlich auch lecker und vor allem so schön, euch alle dort treffen zu können.

    Das Wunder der Bohnen habe ich noch nicht ganz verstanden. Ich war überwältigend satt und lief am nächsten Tag meinen langen Lauf auch nur mit einer Banane zum Frühstück.

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  2. Tja, das mit den Bohnen. Ich hatte das Gefühl, vor lauter Volumen echt vollgefressen zu sein, aber nix: Ich habe geschlafen wie ein Murmeltier und hatte keinerlei Blähungen

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