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Feet up, alle Mann! – Warum ein einfaches Tool Deine Welt auf den Kopf drehen kann

7 Kommentare

Im Yoga bin ich Puristin. Die gleiche Matte seit Jahren, eine Decke, manchmal ein Block. Ich kehre gerne und immer wieder zu den klassischen Asanas zurück, auch wenn ich die letzten zwei Jahrzehnte viele Yogarichtungen ausprobiert habe und immer offen für Neues bin.

Vielleicht bin ich ein wenig zu skeptisch, aber Dinge, die Yogis vor tausend Jahren nicht brauchten, um Samadhi zu erlangen (Yogasocken, Mattensprays, Matten mit Hilfslinien, führe endlos fort…), haben es bei mir schwer.

Aus diesem Grund ist mir der Kopfstand-Hocker, den es nun schon seit einigen Jahren auf dem Markt gibt, zwar nicht entgangen, mehr als ein anerkennendes Schnalzen für die an sich gute Idee hat er jedoch von mir nicht erhalten.

Der Kopfstand ist von Anfang an meine Lieblings-Asana gewesen, den ich ohne Hilfsmittel über Minuten halten konnte, so ein Hocker kam mir also nicht ins Haus.

Bis zu meinen Schlaganfällen in diesem Jahr.

Ich erholte mich von der Herzoperation stetig und tastete mich sanft Tag für Tag auf meiner Yogamatte zurück an meine Übungen. Die Yogapraxis gab mir Halt, denn während der Neustart im Laufen wirklich zäh und langsam voranschritt, gewann mein Körper durch die täglichen Asanas langsam wieder an Kraft und Zuversicht. Das Einzige, was leider überhaupt nicht funktionieren wollte, waren die Umkehrhaltungen. Die reinste Berührung meiner Kopfhaut bereitete mir Gänsehaut und Kopfschmerzen, das Blut schoss mir ins Gesicht, den spielerischen Umgang mit Handstand, Schulterstand und Co. hatte ich verloren. Ich hatte plötzlich Angst.

Dies war die Stunde des Kopfstandhockers. Das Team von FeetUp muss einfach hinter der nächsten Ecke gewartet haben, denn von meinem Einverständnis, diesem endlich mal eine Chance zu geben, bis zu dem Augenblick, als mir das Paket vor die Tür gestellt wurde, vergingen keine vierundzwanzig Stunden.

Nun war ich doch neugierig.

Ich schraubte die Holzteile rasch zusammen und da stand er nun, Willkommen zu Hause:

„Gebärhocker,“ stellte mein Freund nüchtern fest. Noch besser mein Sohn, der diesen als Campingtoilette abstempelte.

Nichts da, Männer! Dieses wirklich schön verarbeitete Möbelstück verhilft Euch mit einem Satz zum Kopfstand, ohne jeglichen Druck auf die Halswirbelsäule auszuüben, eines der größten Risikofaktoren des Kopf- oder Schulterstands:

Bei den Umkehrhaltungen wirkt sehr viel Druck auf die Halswirbelsäule, da das volle Körpergewicht auf die Wirbelkörper drückt.  Fehlt die nötige Halsmuskulatur, können Verletzungen die Folge sein, im Extremfall sogar ein Bandscheibenvorfall.

Der FeetUp-Trainer schützt diesen empfindlichen Bereich, indem ein ergonomisches Polster die Schultern stützt und den Kopf frei hängen lässt, der Nacken und die Halswirbelsäule werden geschont. 

Doch wozu sollen überhaupt Umkehrhaltungen gut sein,  wenn sie mit so hohen Risiken verbunden sind, werdet Ihr Euch fragen?

  • sie verbessern die Durchblutung der Kopforgane wie Augen, Ohren, Haut
  • sie stimulieren das Immun- und hormonelle System, nähren durch den Blutstrom das Gehirn
  • das Herz wird  maximal kontrahiert und (Läufer aufgepasst!) effektiv auf Kraft und Ausdauer trainiert 
  • die Beinvenen werden entlastet, was zur Linderung von Krampfadern führen kann, wenn man täglich Umkehrstellungen übt. 
  • Psychologisch gesehen, erlauben Umkehrhaltungen es uns, Dinge aus einer anderen Perspektive zu betrachten. 
  • der Geist wird beruhigt und lässt Nervosität und Aufregung verschwinden
  • das Selbstvertrauen, ebenso der Mut und Konzentration werden gestärkt (bei jedem erfolgreichen Handstand mehr!)
  • auf emotionaler Ebene werden Selbsterfahrung und inneres Wachstum gestärkt, wenn die Energiebahnen im Beckenbereich (die Energie von Wachstum und persönlicher Stärke) über dem Herzzentrum stehen. 
  • das Herz steht über dem Kopf, wobei das Kronen-Chakra, das wichtigste der sieben Chakren,  maximal genährt wird. 

Nicht umsonst ist der Kopfstand die Königsasana und wurde vor Jahrhunderten von Yogis stundenlang praktiziert, nachdem sie ihren Körper zunächst durch Stärkung der Oberkörper- und Hals-Muskulatur  auf diese intensive Übung vorbereiten mussten.

Bis der Kopstandhocker kam.

 

Und mit ihm meine Freude zurück, jeden Morgen meinen Kopfstand zu praktizieren, der meinen Kopf frei und mich hellwach in den Tag lässt.

Mittlerweile sind mein Vertrauen und meine Praxis so gestärkt, dass ich ihn immer seltener bräuchte. Dennoch ist er jetzt noch, nach Wochen, immer wieder in Gebrauch.

Wunderschön ist auch die Reaktion von Gästen, wenn sie den FeetUp erblicken:

Noch ehe ich Vasen oder Bilder in Sicherheit bringen kann, werden Beine und Hintern schwungvoll in die Höhe gehoben. Blickt man nach unten, sieht man stolze, hochrote Gesichter mit einem zufriedenen Lächeln.

Auftrag erfüllt, liebes FeetUp-Team. Feet up, thumbs up!

 

http://www.feetup.eu

7 Kommentare zu “Feet up, alle Mann! – Warum ein einfaches Tool Deine Welt auf den Kopf drehen kann

  1. Schön, wieder von dir zu lesen, dazu noch in neuem “ Outfit „, freue mich für dich – und so ein Kopfstand hat was, sieht sehr gut aus, müsste ich auch mal wieder probieren, mal sehen, ob ich es mir noch zutraue.

    Weiterhin alles Gute für dich ! ♥

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  2. Pingback: Sport- und Fitnessblogs am Sonntag, 8.10.2017

  3. Ich wusste gar nicht, daß es dir gesundheitlich so ergangen ist! Kann mir schon vorstellen, daß dir Yoga in dieser Zeit gut geholfen hat. Alles Gute weiterhin und liebe Grüße aus Kärnten, Astrid

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  4. Begeistert habe ich diese Woche deinen Beitrag zum FeetUp gelesen! Schön, dass du so auch wieder in den Genuss von Kopfstand kommst. Ich finde es eine wunderbare Alternative und liebe es, den FeetUp im Studio zu nutzen. Er ist auch so vielfältig einzusetzen. Ich entdecke ganz oft neue Möglichkeiten.

    Viel Freude auch weiterhin damit.

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