Run and Om

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Kannst Du 10 Tage lang Stille aushalten? Warum *einfach* nicht so leicht ist.

Kannst Du Dir vorstellen, 10 Tage lang zu schweigen und in dieser Stille zu verweilen? Mehr noch, diese Stille, die um Dich herum herrscht, auszuhalten und diszipliniert an Deiner Meditationspraxis arbeiten, die bisher im Alltag mehr oder weniger untergegangen ist?

Einige Jahre ist es nun her, dass ich einfach so ins kalte Wasser gesprungen bin, was meinem Wesen so eher nicht entspricht. Ohne mich vorher wirklich zu informieren, bin ich damals Hals über Kopf in ein Flugzeug gestiegen und wollte zwei Wochen lang auf einer Insel nur meditieren.

Während ich diese Zeilen hier schreibe, bin ich kurz vor dem Aufbruch in eine neue Mediationswoche, bei weitem nicht so streng und diszipliniert wie damals, und doch tauchen gerade jetzt unentwegt Bilder von diesen Tagen wie ein Flashback vor meinen Augen auf. War ich nur neugierig und mutig? Oder nur naiv? Ja und Jaaaaa! Und dennoch war es eine Erfahrung und auch ein Abenteuer, das mir im Nachhinein so viele Aha-Erlebnisse beschert hat, die ich mit Dir nun teilen möchte, sofern Du das möchtest:  Weiterlesen


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Meditation – warum selbst 5 Minuten reichen

Meditation ist in aller Munde. Spätestens, seit die großen Medien uns die Vorteile einer täglichen Meditationspraxis auf ihren Titelseiten präsentierten, ist es angekommen: Meditation hilft bei Stress, macht ruhiger und ist neuerdings sogar irgendwie hip.

Meditationsworkshops sind bei großen Unternehmen auf Monate hinaus ausgebucht, man wird geflutet von Werbung für Retreats, nach Möglichkeit in exotischer Atmosphäre, wo man sich vom Alltag zurückzieht und endlich eine Wochen lang nur meditiert, und wenn ich durch Instagram scrolle, nehmen die Bilder, auf denen Meditierende auf einem einsamen Felsen im Schneidersitz die Kontemplation üben, deutlich zu.

Doch wenn ich mich in meinem sportlichen Bekanntenkreis umsehe, fällt meist eindeutig die Aussage: Wie soll ich mir denn im Alltag dafür AUCH NOCH die Zeit frei schaufeln? In der Tat ist der Tag eines durchschnittlichen berufstägigen Hobbyathleten begrenzt, wenn er in seiner kurzen Freiheit neben langen oder kurzen knackigen Läufen, Coretraing, Alternativtraining, Stretching und neuerdings auch die obligatorische Rollenmassage abarbeiten will. Manch einer versucht es wöchentlich mit einer Yogastunde. Aber täglich auch noch aufs Meditationskissen? – „Schaff ich nicht.“ Und ich kann das sehr gut nachvollziehen.fullsizeoutput_256e

 

Ich habe mich vor jetzt zwanzig Jahren das erste Mal durch meine erste, sehr klassische  Yogaschule an die Meditation herangetastet. Es gehörte dort zur Yogapraxis einfach dazu, und so nahm ich es als ein ganz natürlicher Teil des Yoga mit in mein Programm. Ich kaufte mir damals eine Anfänger CD von Jack Kornfield, die mich sehr inspirierte und legte einfach los.  In den kommenden Jahren gab es natürlich immer wieder lange Phasen an denen ich das Sitzen einfach verschob oder vergass, doch insgesamt kann ich nach all der Zeit Eines mit Bestimmtheit sagen: Es waren nicht die Kopfstände oder die akrobatischen Rück- und Vorwärtsbeugen aus dem Yoga, sondern das einfache Sitzen und Atmen, was in mir Resilienz, Gleichmut und gesunde Distanz wachsen liessen und mich somit durch die schweren Phasen des Lebens getragen haben.

Und deshalb denke ich, dass Meditation kein Zusatzpunkt auf der To-Do-Liste eines sportlichen Menschen sein sollte, der möglichst gesund und vorbildlich leben möchte. Es sollte natürlicher Bestandteil unseres Lebens sein, so wie das Zähneputzen unsere Mundhygiene ist, sollte dies unsere Geisthygiene sein. Und es müssen keine ganzen 30 Minuten sein, kein teures Meditaionskissen, kein extra Raum.

Ich bin der Meinung, dass 5 Minuten (zunächst) reichen. Auch, da ich der absoluten Überzeugung bin, dass sich bei regelmäßiger Übung ganz schnell 10, 15 oder mehr Minuten einschleichen werden, sobald man erfährt, wie gut die Mediation tut.

Die hard facts, damit Du Lust aufs Sitzen bekommst:

  • was Buddhisten seit Jahrhunderten wissen, konnte die Wissenschaft nun belegen: Durch Mediation und Achtsamkeitstraining werde sogenannte Alpha-Wellen in unserem Gehirn gestärkt. Ihnen kommt eine Reihe von Aufgaben zu: Kontrolle negativer Gedanken, Unterdrücken von chronischem Schmerz und Konzentration. Ja, Du bekommst ein BadAss-Gehirn, da die Hirnrinde, welche für Einsicht und Aufmerksamkeit zuständig ist, nachweislich wächst, ebenso die Graue Materie (Erinnerungsvermögen und Gedanken) und das Gehirnvolumen im Allgemeinen
  • der Blutdruck wird durch regelmäßige Praxis gesenkt
  • Symptome bei Migräne, Schlaflosigkeit, Angstzuständen, Depressionen werden gemindert
  • Meditation stärkt generell den eigenen Optimismus, das Selbstbewusstsein sowie die Motivation
  • das Fokussieren wird leichter, man kultiviert Willensstärke, Empathie und Selbsterfahrung

Und dann noch die soft facts und meine Erfahrung:

  • je öfter man sich seine eigenen Gedanken „von Aussen“ betrachtet, gewinnt man eine gesunde Distanz,  insbesondere zu seinen Ängsten und Befürchtungen, die womöglich niemals eintreffen würden, einen aber vorneweg schon zerstören
  • hattest Du jemals das Gefühl, die Sicht auf das grosse Ganze zu verlieren, weil man sich in so vielen Kleinigkeiten verstrickt, weil man vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sieht? Meditation hilft Dir, einen Schritt zurückzugehen, die Perspektive zu wechseln und Dich neu zu Fokussieren

 

Jetzt leg einfach los!

(Und ich werde es nicht unnötig kompliziert machen, damit Du die Lust nicht verlierst)

  1. Du musst einfach nur Sitzen. Am besten immer zur gleichen Zeit, damit sich ein Wiederholungsmechanismus einstellt. Am besten ungestört, damit kein Telefonklingeln oder Kindernörgeln Dich unterbricht. Es macht Sinn, auf einem Kissen zu sitzen, damit Deine Sitzhöcker erhöht sind und somit Deine Wirbelsäule gerade ist. Welches Kissen:egal. Wie eng die Beine gekreuzt sind: egal. Wenn ein Schneidersitz für Deine stark trainierten Beine zu unbequem ist, dann setz Dich auf die Fersen. Oder auf einen kleinen Hocker. Hauptsache Du sitzt bequem. 5 Minuten sind für den Anfang ja nun wirklich nicht die Welt.
  2. Stell Dir einen Timer. Du wirst nicht glauben, was ein untrainierter Geist, der jetzt sofort mit dem Quatsch aufhören will, Dir vorgaukelt: Nämlich dass nach 30 Sekunden schon 3 Minuten um sein müssen, dass Du in spätestens einer halben Stunde die Wäsche aufhängen musst und dass sich das Ganze wie eine Ewigkeit anfühlt. Hab Geduld, das wird besser. Timer auf 5 Minuten, später auf 7 oder 10.
  3. Und dann schliess die Augen und atme. Es gibt zig Meditationsarten, die Du später immer noch lernen kannst, wenn Du magst, ich zeige Dir jetzt jedoch die einfachste: Achte auf das, was immer präsent ist, nämlich auf Deinen Atem. Und schon bist Du im Präsens, in der Gegenwart. Und hier sollst Du auch bleiben. Du kannst den Atem zählen, zum Beispiel von zehn immer rückwärts, das hilft, fokussiert zu bleiben.
  4. Und jetzt kommt das Spannende: Um die Ecke kommt ein Schwarm wildgewordener Affen, die kreischend Lärm machen und um Dich herumspringen werden. Dies ist ein Bild, das ich gern benutze für all die Gedanken, die von jetzt an erscheinen und Dich vom Fokussieren abhalten wollen. Dies ist völlig normal und sollte Dich nicht frustrieren. Das Ziel ist, kurz innezuhalten und zu erkennen „Ich habe mich jetzt von meiner Einkaufsliste ablenken lassen“ und ganz sanft zum Atemzählen zurückzukehren. Bekämpfe die Affen nicht, führe sie sanft von Dir weg. Das Verrückte ist: Obwohl es für Dich anstrengend ist, die störenden Gedanken jedes mal zu erkennen und die Ablenkung zu beobachten, ist es für deinen Geist eine schiere Erholung, jedes Mal zum Atem zurückzukehren und loszulassen. Und je öfters Du das machst, desto ruhiger und behutsamer kehrst Du zum Atem zurück. Du gewinnst recht schnell eine Distanz zu Deinen Gedanken und erkennst oft ganz objektiv unnötige Ängste oder Pessimismus, die Dich nicht weiterbringen.
  5. Schneller als Du denkst, wird der Timer klingeln und Du hast Deine Geistpflege erledigt. Aufstehen, kurz nachwirken lassen und das war’s auch schon. Es ist kein großes Ding und Du musst keinen großen Aufwand betreiben, um großen Nutzen zu gewinnen. Das Wichtigste ist nur: Dranbleiben und Geduld haben.

 

Es gibt Apps mit Klangschalen-Timern und geführten Meditationen, es gibt Meditationshocker aus Teakholz, mit besonderen Spelzen gefüllte Meditationskissen, aufblasbare für unterwegs, Räucherwaren, Gebetsketten-Malas, und und und… Auch die Meditation wurde vom Handel entdeckt, und es ist mittlerweile ein riesiger Spielplatz. Aber Du musst nicht mitspielen, kannst auf Deinem eigenen Hof bleiben, das entscheidest Du selbst. Einfach anfangen mit dem was Du hast: Deinem Atem.

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Ein Tag hat 1440 Minuten. Wieviel davon verbringst Du bei Facebook, Instagram und Co?   Wieviel davon kannst Du abzwacken und einen Versuch wagen? 5 Minuten? 10? Klingt gut, viel Ommm wünsche ich Dir!

 

 


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Nachhaltigkeit in der Sportbranche – tut sich da was?

Eigentlich ist ein Besuch auf der ISPO, der weltweit größten Sportmesse mit ihren Symposien, Vorträgen und Ausstellern ein Muss für Sportenthusiasten.

Natürlich waren wir neugierig auf die neuesten Modelle von Laufuhren, Trailrunningschuhen und Outdoor-Bekleidung, und die Leute von Garmin, Salming, Deuter & Co haben wirklich gute Arbeit geleistet, für die neuesten Produkte zu begeistern.

Dennoch, und das ist jetzt unser ganz subjektiver Eindruck, wiederholt sich Vieles alljährlich, und der große Aha-Effekt wollte sich bei uns auch dieses Jahr nicht einstellen.

Im Grunde waren wir nur für ein Thema angereist. Wir waren neugierig, wie es um den Bereich bestellt ist, der nach unserer Meinung mehr Aufmerksamkeit bedarf, als bisher vorgegeben wurde. Und für welches wir Sportler im Outdoorbereich eine besondere Verantwortung tragen:

Nachhaltigkeit und Konzepte gegen den weiteren Raubbau von natürlichen Ressourcen für die Herstellung von Sportartikeln und-bekleidung

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Beliebtes Outdoor-Garn Merino – und warum zweimal Hinschauen lohnt

Im Outdoor-Bereich sind Produkte aus Merino-Wolle kaum mehr wegzudenken. Viele Sportler sind begeisterte Träger dieses Schafskleides, und mittlerweile bieten fast alle Outdoor-Hersteller Textilien aus dieser Funktionsfaser der Natur an, denn sie besitzt Eigenschaften, wie keine andere Faser – ob künstlichen oder natürlichen Ursprungs.

Als ein großer Merinowool-Hersteller zwecks einer gemeinsamen Zusammenarbeit auf mich zukam, wurde ich nachdenklich, denn neben den guten Eigenschaften dieser Faser, die ich längst kannte, hatte ich in wager Erinnerung, dass in Punkto Tierschutz und Merino Vorsicht geboten ist, und so begann ich meine Recherche. Weiterlesen


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Feet up, alle Mann! – Warum ein einfaches Tool Deine Welt auf den Kopf stellen kann

Im Yoga bin ich Puristin. Die gleiche Matte seit Jahren, eine Decke, manchmal ein Block. Ich kehre gerne und immer wieder zu den klassischen Asanas zurück, auch wenn ich die letzten zwei Jahrzehnte viele Yogarichtungen ausprobiert habe und immer offen für Neues bin.

Vielleicht bin ich ein wenig zu skeptisch, aber Dinge, die Yogis vor tausend Jahren nicht brauchten, um Samadhi zu erlangen (Yogasocken, Mattensprays, Matten mit Hilfslinien, führe endlos fort…), haben es bei mir schwer. Weiterlesen


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Wenn ein DNF keine Option ist.

Ich habe zehn Wochen gebraucht, um mich wie jetzt hinzusetzen und die folgenden Zeilen zu schreiben. Es war wie eine Starre. Wo soll man anfangen, was soll man preisgeben, welche Schlussfolgerung ziehen? Gibt es überhaupt eine? Hat nicht jeder Mensch seine eigene Konsequenz aus all den kleinen und großen Dramen, die uns passieren? Sind solche Dinge nicht etwas Individuelles?

Ich will jedoch nach vorne blicken. Das was mir widerfahren ist,  hinter mir lassen und den Kreis irgendwie schließen. Euch vielleicht anstoßen, kurz innezuhalten und nachzudenken. Niemand muss mir zustimmen, aber wenn ich Euch kurz zum Reflektieren anrege, was wirklich wichtig ist im Leben, ist viel gewonnen. Und deshalb Augen zu und durch:

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Die SKINS DNAmic Tights, auf Herz und Nieren geprüft

Ich mache nicht gerne Produkttest. Ist so.
Ich will keine Schuhe oder Klamotten zugeschickt bekommen, nur weil sie kostenlos sind.
Mich in meiner eh schon so knappen Zeit für das Training in Dinge zwängen, die ich mir von selbst nie gekauft hätte, weil sie nicht zu mir passen. Und diese Dinge dann auch noch bewerten, obwohl ich sie am liebsten gleich in die hinterste Schrankecke stecken würde. Es bereitet mir Bauchschmerzen, etwas öffentlich zu kritisieren, was wochenlang mit Herzblut entwickelt wurde. Dann stelle ich mir ein Team von motivierten, dynamischen Leuten vor (ja, lacht nur),die mit Begeisterung dieses Produkt den Sommer über entwickelt haben, und ich muss dieses in Grund und Boden schreiben, weil er einfach nicht zu mir passt. Dann lieber gar nicht, meine Standardantwort an die Unternehmen ist inzwischen vorgespeichert: Herzlichen Dank, aber Nein.
Wenn mir etwas wirklich gut gefällt, kaufe ich es mir lieber selbst. Und wenn ich dann das Gefühl habe, dieses „Etwas“ sei nun wirklich das Non-Plus-Ultra auf dem Laufmarkt, tue ich meine Begeisterung kund. Aber eben nicht aufgezwungen. Weiterlesen