Run and Om

running yogini


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Jambo, Kiliman(n)!

Dass Ulf und ich eine große Liebe zu den Bergen teilen, hast Du vielleicht schon gewusst. Dieser Winter hingegen steht für mich voll unter dem Stern, mein Yogawissen in einer Ausbildung zu vertiefen und gleichzeitig meinem Körper Raum für Erholung zu geben. Ulf hingegen hat die Gelegenheit genutzt, einen seiner langgehegten Träume, den Kilimandscharo zu besteigen,  zu verwirklichen und buchte spontan eine Reise nach Tansania. Wie es ihm dort ergangen ist, liest Du hier:

„Den Kilimandscharo zu bezwingen, spukte schon lange in meinem Kopf herum. Ich verschob dies jedoch immer wieder um eine Saison. Dieses Jahr jedoch hatten wir tatsächlich etwas „Leerlauf“. Und als Maty nebenbei erwähnte, jetzt im Winter sei in Afrika die beste Reiszeit, buchte ich relativ spontan über Ecki Krause und Schulz Aktiv Reisen (Werbung) meinen kleinen Ausflug. Mir blieben zwei Wochen, was noch an Equipment fehlte, zu organisieren, und schon saß ich am 14. November im KLM- Flieger und war auf dem Weg über Amsterdam zum Kilimanjaro International Airport.

Einen Tag nach meiner Ankunft im Mountain Inn Hotel in Moshi, erwartete uns Freitag früh gegen 8 Uhr  ein safarigrüner Bus älteren Jahrgangs, wahrscheinlich mit frischem tansanischen TÜV.  Die Crew kam strahlend auf uns zu, nahm uns die Packsäcke ab und verstaute und verschnürte sie auf dem Dach. Unsere 2 Guides stellten sich nun vor, Mussa und Naphtael sollten uns auf die siebentägige Tour vorbereiten, die Jungs im Hintergrund, welche den Bus abfahrtbereit machten, war sozusagen unsere Gang, bestehend aus 14 Personen, von Elvis bis Pliskus war Alles dabei, was gute Namen hat, somit waren wir mit unserer Crew an die 20 Mann.

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Norbert, Rainer, Hansi und ich wurden schließlich gebeten, einzusteigen, und es folgte eine ca. 3- stündige Fahrt zum Londorossi Gate. Während die Strasse immer holpriger wurde, fuhren wir durch eine 10km lange Baustelle, welche den Spurwechsel durch Feldsteine als Markierung dienend den Weg anzeigte. Okay, zum Glück war es taghell. Weiterlesen


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„Meine Tor“ – von Ulf Kühne

Schon seit vier, fünf Jahren schwirrte bei mir im Kopf das Gespenst „Tor des Geants“ herum. Ein 330-Kilometer-Rennen durch das Aostatal mit 24.000 Höhenmetern, welches in 150 Stunden zu bewältigen ist. „Das mache ich mal,“ sprach ich zu mir, „Irgendwann…“

Sollte es Zufall sein, dass ich Anfang des Jahres immer wieder auf der Seite des Veranstalters surfte? Wahrscheinlich nicht, denn schließlich wagte ich die Anmeldung. „Man kann es ja mal probieren“, dachte ich. Weiterlesen


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Wer setzt Deine Grenzen…?

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In keine fünf Minuten fällt der Startschuss. 828 Männer und Frauen stehen bereit für das Rennen ihres Wettkampfjahres. Ich würde weiter gehen, für Viele von ihnen ist es das Rennen ihres Lebens: 330 Kilometer und 24.000 Höhenmeter müssen in knapp einer Woche bewältigt werden. Die Schnellsten von ihnen schaffen es in drei Tagen und Nächten.

Die Tor des Geants (Die Tour um die „Riesen“ Mont Blanc, Monte Rosa, Matterhorn, Grande Murrailes, Dent d´Hérens, Grand Combin, Grand Jodasses und Gran Paradiso) ist ein Rennen, das meine Vorstellungen von einem Ultratrail sprengt. Weiterlesen


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Achtsamkeit. Zwischendurch und nur mal so.

 

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Du rennst im Wald auf Deinem Trail, spürst Nichts anderes als die kalte Luft, siehst Nichts anderes als die Bäume um Dich herum, die Dir den Weg zeigen. Du siehst all die verschiedenen, einzigartigen Bäume. Manche sind gebogen und schief, manche kerzengerade, fast stoisch. Manche sind kahl und knorrig, manche blühend und immergrün. Manche sind was-auch-immer. 

Du schaust auf diese Bäume und erlaubst ihnen, Alles zu sein. Du siehst und verstehst irgendwie, warum sie so sind. Du verstehst, dass der eine nicht genug Licht bekommt, und sich deshalb in diese Richtung dreht. Du  verstehst es und wirst nicht emotional deswegen, Du lässt ihn so sein, wie er ist. Du erlaubst es, lässt es zu. Du bist so dankbar, dass es diese Bäume gibt, jeder besonders auf seine Weise. 

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Und dann verlässt Du den Trail und es kommt wieder der Moment, an dem Du auf Menschen triffst. In dieser Sekunde verlierst Du das Alles wieder. Ununterbrochen sagst Du Dir: „Der ist zu….., sie ist so…..!“ Dein wertender, verurteilender Geist ist wieder da.

Wir könnten üben, Menschen im Geist in Bäume zu verwandeln. Was bedeutet, ihre Existenz einfach zu schätzen. Und ihre Art, einfach so, wie sie sind.

(inspiriert von Ram Das)

Habt eine wundervolle Woche!!! Eure Maty

 

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Treppenliebe – oder: Ein Engel in letzter Sekunde

Ich ziehe meinen Koffer schweigend über das Vorfeld zum Flugzeug, um mich herum plappern meine Kolleginnen fröhlich über ihre Vorhaben und Pläne in San Francisco, und ich bin in Gedanken so gar nicht bei der Sache. Noch vor keinen 14 Stunden pellte ich mich aus meinen stinkenden Laufklamotten, rutschte in die Badewanne und dachte immer und immer wieder über die verrücktesten letzten 24 Stunden seit langem nach:

Dass wir zu diesem Treppenmarathon in Radebeul wollten, wussten wir schon lange. Meine Trailschwestern und ich liebten verrückte, besondere Veranstaltungen. Und dieser Mount Everest Treppenmarathon war DEFINITIV verrückt und noch mehr besonders: Inmitten von Weinbergen ragt diese Spitzhaustreppe ganz unschuldig hervor und lockt zahlreiche Touristen nach Radebeul. Doch wer es mit ihr aufnimmt, kommt nach kurzem ordentlich ins Schnaufen. 397 Stufen bis zum Gipfel und halbem Herzstillstand.FullSizeRender-4

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Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…

Enlight1Neulich abends sortierte ich mal wieder Bilder aus und entrümpelte meinen überquellenden Foto- und Erinnerungsordner, da er sich so langsam nicht mehr schließen ließ. Ich neige dazu, alle Kleinigkeiten und Schnipsel, die mich an Wettkämpfe, Läufe und Reisen erinnern, aufzuheben, bis es eben nicht mehr geht und der Papiercontainer ruft.

Bis mir das Foto von meinem ersten Marathon in die Hände fiel. Und auch das Zielfoto des allerersten Halben sowie meines ersten Ultralaufs. Diese Erinnerungen sind so kostbar und wichtig, einmalig und motivierend, dass ich sie immer aufheben werde. Und ich kenne kaum Personen, die keine ach, so teuer erstandenen Bilder ihres ersten großen Wettkampfs in der Schublade haben. Weiterlesen


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Das Trail-Nonplusultra UTMB – Unvergessliches vom Streckenrand

c28 Wer auf Trails läuft, Trailwettkämpfe bestreitet, Trailmagazine liest, in Trailforen stöbert oder mit Trailläufern (-Freaks 😉 ) abhängt, stösst früher oder später auf diese vier Buchstaben, die mit einer gewissen Ehrfurcht, einem Hauch von Angst und viel Respekt ausgesprochen werden. Read-my-lips: U-T-M-B. Aaaah.. Weiterlesen