Run and Om

running yogini


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UTLW Klappe die Zweite – weil`s so schön war, gleich nochmal

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Wir haben gezögert, wie man nur zögern kann. Eigentlich bis zur letzten Sekunde.

Die Startplätze für die 2. Austragung des Ultra Trails Lamer Winkel hatten wir längst sicher, doch an Start war eigentlich nicht zu denken. Ulf´s verletzte Ferse nahm ihm schon den Rennsteig  übel und schrie nach einer Laufpause, um bis zum Tor des Geants zu genesen, dazu kam eine kleine Männergrippe. Ich hingegen hatte eine Laufpause vorzuweisen, und keine kurze. Die Gräser und Pollen liessen mich diesen Frühling schnaufen und husten, an solides Training oder gar lange Läufe war nicht zu denken. Beste Voraussetzungen eigentlich, einen Ultra NICHT anzutreten. Weiterlesen


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Achtsamkeit. Zwischendurch und nur mal so.

 

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Du rennst im Wald auf Deinem Trail, spürst Nichts anderes als die kalte Luft, siehst Nichts anderes als die Bäume um Dich herum, die Dir den Weg zeigen. Du siehst all die verschiedenen, einzigartigen Bäume. Manche sind gebogen und schief, manche kerzengerade, fast stoisch. Manche sind kahl und knorrig, manche blühend und immergrün. Manche sind was-auch-immer. 

Du schaust auf diese Bäume und erlaubst ihnen, Alles zu sein. Du siehst und verstehst irgendwie, warum sie so sind. Du verstehst, dass der eine nicht genug Licht bekommt, und sich deshalb in diese Richtung dreht. Du  verstehst es und wirst nicht emotional deswegen, Du lässt ihn so sein, wie er ist. Du erlaubst es, lässt es zu. Du bist so dankbar, dass es diese Bäume gibt, jeder besonders auf seine Weise. 

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Und dann verlässt Du den Trail und es kommt wieder der Moment, an dem Du auf Menschen triffst. In dieser Sekunde verlierst Du das Alles wieder. Ununterbrochen sagst Du Dir: „Der ist zu….., sie ist so…..!“ Dein wertender, verurteilender Geist ist wieder da.

Wir könnten üben, Menschen im Geist in Bäume zu verwandeln. Was bedeutet, ihre Existenz einfach zu schätzen. Und ihre Art, einfach so, wie sie sind.

(inspiriert von Ram Das)

Habt eine wundervolle Woche!!! Eure Maty

 

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Treppenliebe – oder: Ein Engel in letzter Sekunde

Ich ziehe meinen Koffer schweigend über das Vorfeld zum Flugzeug, um mich herum plappern meine Kolleginnen fröhlich über ihre Vorhaben und Pläne in San Francisco, und ich bin in Gedanken so gar nicht bei der Sache. Noch vor keinen 14 Stunden pellte ich mich aus meinen stinkenden Laufklamotten, rutschte in die Badewanne und dachte immer und immer wieder über die verrücktesten letzten 24 Stunden seit langem nach:

Dass wir zu diesem Treppenmarathon in Radebeul wollten, wussten wir schon lange. Meine Trailschwestern und ich liebten verrückte, besondere Veranstaltungen. Und dieser Mount Everest Treppenmarathon war DEFINITIV verrückt und noch mehr besonders: Inmitten von Weinbergen ragt diese Spitzhaustreppe ganz unschuldig hervor und lockt zahlreiche Touristen nach Radebeul. Doch wer es mit ihr aufnimmt, kommt nach kurzem ordentlich ins Schnaufen. 397 Stufen bis zum Gipfel und halbem Herzstillstand.FullSizeRender-4

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Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…

Enlight1Neulich abends sortierte ich mal wieder Bilder aus und entrümpelte meinen überquellenden Foto- und Erinnerungsordner, da er sich so langsam nicht mehr schließen ließ. Ich neige dazu, alle Kleinigkeiten und Schnipsel, die mich an Wettkämpfe, Läufe und Reisen erinnern, aufzuheben, bis es eben nicht mehr geht und der Papiercontainer ruft.

Bis mir das Foto von meinem ersten Marathon in die Hände fiel. Und auch das Zielfoto des allerersten Halben sowie meines ersten Ultralaufs. Diese Erinnerungen sind so kostbar und wichtig, einmalig und motivierend, dass ich sie immer aufheben werde. Und ich kenne kaum Personen, die keine ach, so teuer erstandenen Bilder ihres ersten großen Wettkampfs in der Schublade haben. Weiterlesen


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Dieses Ultratrail-Dings.

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Ein gemütlicher Abend Anfang Dezember. Ich plante seit Tagen das kommende Laufjahr. Kritzelte, tippte, checkte Anmeldefristen, verglich, hibbelte herum. Und dann das:

„Du willst einfach mehr, als Du kannst. Die Ultras dieses Jahr hast Du doch nur mit Ach und Krach geschafft. Wie willst Du dann all diese weiteren Rennen schaffen…?“

Stille. Weiterlesen


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Squamish50 – „Trails of Awesomeness“

Als im letzten Jahr klar wurde, dass die Teilnahme am Transalpine Run 2015 mit dem ersten Schultag meines kleinen Mannes kollidieren würde, suchte ich nach einer Alternative, die mein Trailläuferherzschmerz mindern könnte, denn eins ist klar: family comes first, der TAR kann warten. Und ausserdem hatte ich da einen genialen Bericht von uptothetop-Steve gelesen (lasst Euch hier von Steve anstecken), ein Traillauf in der Gegend meines geliebten Vancouvers? Gebongt, gemeldet, gefreut! Weiterlesen


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Der Ultratrail Lamer Winkel – Premiere bei der Premiere

Die tiefsten Gründe auf die Berge zu steigen liegen darin, dass ich die stärksten Erfahrungen nur haben kann, wenn ich bis an den Rand der Möglichkeiten gehe. – Reinhold Messner
Als ich den Anmelde-Button für den ULTRATRAIL Lamer Winkel drückte, war ich komplett unbedarft. Erster kleiner Ultra-Trail in Vorbereitung auf den ZUT Supertrail, im mir vom Karate-Trainigslager gut bekannten Bayrischen Wald, mit wenigen Teilnehmern- sollte passen. Eine gute Gelegenheit, die längere Trail-Distanz ohne Druck auszuprobieren und zu testen, ohne großes Tam-Tam. Mit einigen guten Freunden laufen und den Tag genießen.
Ho. Ho.

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